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Yesternday by Huck - ein Interview mit der Leiterin des sozialen Projektes

Am 18.11.2020 besuchten wir die Bäckerei ,,Yesternday“ in der Landgrafenstraße 3, 60486 Frankfurt am Main, um den Hintergrund der Bäckerei zu erforschen und um ein persönliches Interview mit der Leiterin des Projektes durchzuführen. Als wir ankamen, wurden wir von den Mitarbeitern*innen und der Leiterin sehr nett empfangen und die Leiterin war sofort bereit, sich befragen zu lassen.

Die Leiterin heißt Tanja Huck, weshalb auch die Bäckerei den Namen Huck trägt.


Während unseres Interviews erzählte sie uns erst, weshalb sie diese Bäckerei in Frankfurt eröffnete und mit welchem Hintergrund der Tag der Eröffnung zusammenhängt.

Am 11.11.2020 eröffnete die Bäckerei, an dem Tag, an dem auch der Sankt-Martins-Tag gefeiert wird. Sankt Martin teilte einst seinen Mantel mit einem frierenden Mann. So wurde durch das Eröffnungsdatum die Bedeutung des Teilens hervorgehoben. Da es diese Art der Bäckerei bereits in Erfurt gibt, beschloss sie, eine zweite Filiale in Frankfurt zu eröffnen.

Ihr Wunsch ist es natürlich, in jeder größeren Stadt dieses Projekt durchsetzen zu können. Sie ist ebenfalls Leiterin mehrerer Filialen der Bäckerei ,,Huck“. Vielleicht kennt ihr diese Bäckerei, sie haben zum Beispiel eine Filiale direkt an der Bockenheimer Warte und machen auch das leckere Brot für die bekannte Frankfurter Curry-Wurst-Bude „Best Worscht in town“, die ihrerseits schon Filialen auf der Zeil, in dem Skyline Plaza oder auf der Berger Straße in Bornheim hat.

Warum ist die Bäckerei Huck aber für Yesternday wichtig? Die nicht verkaufte Ware der konventionellen Bäckereien werden am nächsten Tag in der Yesternday Bäckerei verkauft.

Während zum größten Teil in den anderen Backwerken die gestrige Ware weggeworfen wird, wird in der Yesternday diese noch verkauft. Die Waren sind trotzdem frisch und zudem noch günstig.

Dazu erzählte sie uns noch, dass der Gewinn gespendet wird und nichts in der eigenen Tasche landet. Da Tanja Huck sozial engagiert ist, arbeitet sie auch bei diesem sozialen Projekt mit anderen Organisationen zusammen, wie zum Beispiel den ,,Steyler Schwestern“, den ,,Street Angels“, dem Projekt ,,Gemeinsam gegen einsam“ oder auch mit der Tafel. Zusammen mit diesen Organisationen verpflegen sie Obdachlose mit Essen und Trinken. Die anderen Organisationen teilen Kleidung jeglicher Art aus und im Falle von Krankheiten etc. organisieren sie medizinische Betreuung.

Tanja Hucks Pläne für die Zukunft sind, in ihrer Yesternday Bäckerei eine Art Küche zu bauen, wo sich zum Beispiel Kindergärten oder Schul-AGs anmelden können und lernen, was man alles aus trockenen Backwaren für Gerichte herstellen kann. Dies hängt auch mit ihrem Buch ,,Unser vortägliches Brot“ zusammen, was sie im Dezember 2020 veröffentlicht – und was wir uns natürlich auf jeden Fall kaufen werden, um es dann wieder hier vorzustellen.


Wir persönlich sind alle begeistert von dem Projekt. Wir finden die Idee nicht nur super, ,,alte“ Ware, die immer noch frisch ist, günstig zu verkaufen, sondern, dass hierbei auch der ganze Gewinn gespendet wird und somit bedürftigen Menschen geholfen wird. Außerdem haben die Backwaren dem ganzen Kurs geschmeckt – es wäre niemandem aufgefallen, dass die Ware von gestern ist, wenn wir nicht von dem Projekt berichtet hätten. Anderen Menschen zu helfen, indem man nur einen kleinen Teil mit beiträgt, ist immer was Tolles!




geschrieben von: LM
















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