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Was machen Schönheitsideale mit uns?

1 Heute werden wir (vor allem Frauen) von vielen Schönheitsidealen beeinflusst. War das denn schon immer so oder hat sich das jetzt erst mit Social Media und Co entwickelt?


Schönheitsideale gab es schon immer für Frauen (auch für Männer, aber Frauen sind stärker betroffen). In diesem Artikel werde ich einige historische Schönheitsideale mit den heutigen vergleichen. Mein Hauptanliegen sind die Auswirkungen dieser Schönheitsideale auf Frauen. Ich möchte euch extreme Schönheitsideale vorstellen.


2 Wie fing die Sache mit den Vorstellungen von Schönheit denn überhaupt an?


In der Antike durften Frauen Rundungen haben. Sie waren nicht dünn, aber auch nicht dick, eine Sanduhrfigur war gefragt. Als Zeichen der Fruchtbarkeit sollten damals Frauen ein breites Becken haben. Eine helle Haut und langes eingelocktes oder geflochtenes Haar entsprachen den Idealvorstellung der Antike.

Bilder: privat


3 Wie haben sich dann Vorstellungen von Schönheit entwickelt, wie sah das Schönheitsideal dann zum Beispiel vor 300 Jahren aus, im Rokoko?

Das Rokoko war eine Stilrichtung der europäischen Kunst von 1720-1780 und lässt sich als elegant, sinnlich, fantasievoll und verspielt beschreiben, wie man es auch an den damaligen Frisuren erkennen kann. Die Frisur galt als Krönung der modischen Erscheinung im Rokoko. Schöpfer der Frisuren waren im Rokoko hochangesehene Personen, die als Künstler bezeichnet wurden und oft besser bezahlt wurden als Minister. Perücken wurden im Rokoko von Frauen übrigens eher nicht getragen, auch damals war eigenes langes und volles Haar ein Schönheitskriterium für eine Frau. Diese Haarfrisuren waren extrem aufwendig und unbequem, weil man eine Zofe brauchte. Denn alleine könnte sie sich schwer so stylen. Außerdem waren diese Frisuren schwer und frau musste sie mehrere Tage lang tragen. Das tägliche oder zumindest häufige Waschen war nicht möglich, sie puderten die Haare deswegen und parfümierten sich ein. Sauber ist was anderes ;-)


4 Jetzt überspringen wir mal ein paar hundert Jahre und kommen zur heutigen Zeit, in der es total unterschiedliche Strömungen in der Mode, in Beauty und auch im Lebensstil gibt. Welche gibt es da?


Ich denke, dass es heute im Allgemeinen nicht mehr so strenge Idealvorstellungen über das, was schön ist, gibt. Denn heute werden viele unterschiedliche Körperformen und Typen als schön empfunden: Auch durch die sozialen Medien befinden sich Schönheitsideale ständig im Wandel. Es gibt also ganz verschiedene Schönheitsideale, an denen sich Mädchen und Frauen orientieren (müssen?). Diese sind zum Beispiel:

Das Kim Kardashian Ideal:

Es gibt viele jüngere Mädchen und Frauen, die von einem runden Po, wie Beyonce, Cardi B oder Kylie Jenner träumen und wer keinen hat, hilft durch Training oder OP nach. Genau so wie im Gesicht: viele lassen sich die Lippen aufspritzen oder die Jawline (die Kieferkontur, wie auf Ariana Grandes Hochzeitsfotos zu sehen) machen. Die Augenbrauen sind dicht, die Wimpern lang, die Nase schmal und die Lippen voluminös. Die Brüste sind groß, die Taille ist schmal, der Po rund und die Beine lang.

Wie findet ihr das, dass sich Frauen so extrem verändern (wollen?)?

Hier seht ihr einen Beitrag von Jennifer Sieglar und Tim Schreder zum Thema: Influencer*innen unterm Messer - gefährlicher Trend? (mit Charlotte Weise)


Das Germany's Next Topmodel Ideal: Für die meisten großen Frauen ist es wichtig, so auszusehen, wie die Kandidaten. Denn dünne Körper mit schlanken langen Beine und langes Haar waren leider viel zu lange im Trend. Doch selbst Heidi hat in den letzten Jahren mehr Diversität in ihre Show gebracht und das alte Schönheitsideal ist nicht mehr allgegenwärtig, sondern nur eine Variante unter mehreren. So soll (angeblich!) allen Mädchen, ob groß oder klein, dick oder dünn, weiß oder Schwarz, transgender oder cis etc. eine Chance gegeben werden.

Fotos: Instagram-Channel @germanysnexttopmmodel


Das natürliche Schönheitsideal:


Zum Glück gibt es auch Mädchen, die sich in ihrem Körper, so wie er ist, ganz wohl fühlen. Sie tragen kaum Make up, bzw. keins, was ihre kompletten Konturen verändert und finden Cellulite wie auch die paar Speckröllchen, die sie vielleicht haben, einigermaßen normal. Sie fokussieren sich eher auf nachhaltige Skincare und achten sehr präzise darauf, was sie zu sich nehmen oder auf die Haut auftragen. Auch bei der Kleidung versuchen sie, das zu tragen, was ihnen gefällt und denken nicht darüber nach, wie sie anderen gefallen können.


Fotos: Instagram-Channels @dariadaria @hanna.schumi, unsplash.com


Geschrieben von Sahar.


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