• GBSWEEKLY-TEAM

Schule im "Lockdown"

Aktualisiert: Jan 14

Wie ihr alle höchstwahrscheinlich mitbekommen habt, haben die Schulen in Hessen seit dem 11. Januar 2021 für manche Klassen wieder geöffnet, z.B. für die Abschlussklassen 2021, welche in unserem Fall den 9. sowie auch den 10. Jahrgang betreffen.


Für die siebten und achten Klassen gibt es an unserer Schule Distanzunterricht über Microsoft Teams und das klappt wohl auch dem Flurfunk nach ganz gut!


Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1-6 dürfen, wenn ihre Eltern sie aufgrund von Arbeit o.ä. nicht beaufsichtigen können, in die Notbetreuung, die an der GBS in jedem dieser Jahrgänge eingerichtet wurde. Sie haben Arbeitsmaterial für das Homeschooling bekommen und können sich größtenteils auch über Teams mit ihren Mitschülern und Lehrerinnen und Lehrern austauschen.

Doch ein bisschen was los auf dem Schulhof...

Laut dem hessischen Kultusministerium wird der Unterricht bei uns Zehnern (und auch den Kleinen) bei durchgängiger Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 erteilt. Aber ist das so? Schauen wir mal. Ja, die Klassen werden in zwei Gruppen geteilt, was bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler in benachbarten Räumen untergebracht werden und die Lehrkräfte dann für beide Teilgruppen zuständig sind.

Es könnte gegebenenfalls, wenn ein vergleichbarer Lernerfolg des Präsenzunterrichts sichergestellt wird, auch phasenweise ein Distanzunterricht stattfinden. Das ist aber bei uns momentan nicht so.


Da wir Schülerinnen und Schüler seit dem 11. Januar 2021 wieder die Schule besuchen, können wir aus eigener Erfahrung nun vieles berichten. Zuerst möchte ich erwähnen, dass wir in zwei Gruppen aufgeteilt wurden, welche zeitgleich von unserer Lehrkraft beaufsichtigt werden. Dies bringt nicht nur Nachteile für unsere Lehrkraft mit sich, sondern auch für uns Schüler. Für unsere Lehrkräfte ist es nicht nur anstrengend, alle 10 Minuten den Raum zu wechseln, sondern es wird auch erschwert, den Schülerinnen und Schülern den Lernstoff beizubringen. Da wir Schüler für uns selbst verantwortlich sind, kommt es zunächst dazu, dass die Zeit, in der wir alleine sind, oft als ,,Pausen“ genutzt werden.

Dies hat natürlich die Folgen, dass somit der gegebene Lernstoff nicht bearbeitet wird und die Schülerinnen und Schüler abgelenkt werden.


Unsere Meinung zu dem aktuellen Konzept ist folgende:

Wir finden es nicht sinnvoll, da wir den phasenweisen Distanzunterricht bevorzugen. Wir wären weniger Schüler, was bedeutet, dass die Lehrkraft den Unterricht intensiver und ruhiger gestalten könnte. Da man eine Woche zu Hause arbeiten würde, wo man nicht mit anderen Schülerinnen und Schülern zusammentrifft, kann man man ruhiger und konzentrierter an seinen Aufgaben arbeiten, was bedeutet, dass man den Lernstoff besser aufnimmt.


In unserer jetzigen Position finden wir, dass unsere mündlichen Noten vernachlässigt werden, beziehungsweise es schwieriger ist, uns zu bewerten. Da die momentane Kontaktbegrenzung sehr streng ist (ein Haushalt plus eine haushaltsfremde Person), ist die Situation an den Schulen besonders merkwürdig. Es treffen mehr Kinder hier im Präsenzunterricht aufeinander, als es im (phasenweisen) Distanzunterricht der Fall wäre.

Vor allem, wenn wir uns an die Situation vor und nach den Osterferien letzten Jahres zurückdenken. Im März fand Distanzunterricht statt. Nach dem Unterricht die Einteilung fester Gruppen, die von einer Lehrkraft unterrichtet wurden, versetzte Pausenzeiten etc.

Wenn man die heutigen mit den damaligen Zahlen vergleicht, kann man feststellen, dass dieses alte Konzept unter den momentanen Umständen vielleicht mehr Sinn machen würde.

https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/umgang-mit-corona-an-schulen/fuer-schulleitungen/schreiben-schulleitungen/wiederaufnahme-des-schul-und-unterrichtsbetriebs-ab-dem-11-januar-2021


Geschrieben von: LM

22 Ansichten