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Schlangenforschung in Afrika

Was habt ihr nach der Schule vor? Könntet ihr euch vorstellen, nach Afrika zu reisen und dort Schlangen zu erforschen? Das ist, was der 26-Jährige Thilo Beck unternahm. Er forscht aktuell an einem der gefährlichsten Tiere auf dem Planeten. Doch wie kam es dazu?


Thilo Beck ist seit seiner Kindheit von Afrika begeistert. Nach seinem Abitur reist er mit dem Ziel dorthin, den Kontinent kennenzulernen. Er macht ein Praktikum in einer Forschungsstation in der Namib-Wüste. Erstmals zählt er nur Käfer und sammelt Daten vom Wetter, bis die Station jemanden braucht, der Schlangen für sie fängt. Thilo meldet sich freiwillig und findet Gefallen an den Schlangen. Schließlich erhält er von einem Professor die Möglichkeit, in Südafrika die Kapkobra, eine spezielle Art von Kobra und unter den giftigsten Schlangen Afrikas, zu studieren.

Warum ausgerechnet die Kapkobra? Man weiß, dass die Kapkobra wichtig für die Regulation des Ökosystems der Kalahari-Wüste ist und es ist nicht viel über ihre Lebensweise bekannt. Der Biss der zwei Meter langen Schlange, kann in wenigen Minuten zum Tode führen. Thilo Beck ist in der Kalahari-Wüste in einem Forschungszentrum bestehend aus einigen Hütten sowie 20 weiteren Forschern, untergebracht. Becks Alltag in der Wüste sieht wie folgt aus: Nach Sonnenaufgang Arbeitsbeginn, Schlangen suchen, fangen und analysieren (z.B. mit Messgerät ausstatten). Das Suchen kann schon etwas länger dauern, denn die Schlangen sind nicht einfach zu finden. Das ist vermutlich auch der Grund, warum nicht viel über sie bekannt ist.


Neben der Gefahr, von den Schlangen verletzt zu werden, gibt es in der Umgebung auch andere gefährliche Tiere wie Leoparden oder Nashörner. Beck vergleicht seine Arbeit gerne mit einer Autofahrt. Wenn man konzentriert fährt, geht alles gut, außer es passiert etwas Unvorhergesehenes. Darum achtet der junge Student stets darauf, einen Baum in der Nähe zu haben, um den Tieren in Notsituationen zu entkommen.


Beck plant nun, seinen Master zu überspringen und direkt seine Dissertation zu verfassen. Das ist eine wissenschaftliche Arbeit, um den Doktortitel zu bekommen. Das heißt, dass er sich Doktor nennen darf, wenn die Arbeit erfolgreich ist. Allerdings muss er dafür noch weitere zwei Jahre in der Wüste Afrikas verbringen.


Quellen: https://www.fr.de/wissen/einsamkeit-und-giftige-schlangen-90120655.html


Geschrieben von Z&M

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