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Flüchtlingslager Moria

Aktualisiert: Okt 1

,,Es war der größte Fehler meines Lebens, dass ich auf diese Insel gekommen bin“ und ,,Am ersten Tag, als wir in Moria ankamen… und das Camp, die Zustände und den Dreck sahen… waren wir enttäuscht“. Dies sind die Aussagen von Milad Ebrahimi, 21 Jahre alt und aus Afghanistan. Die Aussagen beziehen sich auf die Erlebnisse von Milad Ebrahimi bei den Versuchen 3 Mal nach Griechenland zu flüchten.


In einem Video erzählt der 21-jährige Milad von seinen schrecklichen Erfahrungen und erzählt, wie es abgelaufen ist. Sie haben mehrmals versucht nach Griechenland zu flüchten, da man dachte, dass einen ein besseres Leben in Griechenland erwartet.

Beim ersten Versuch ist das Boot gesunken und sie wurden von der türkischen Küstenwache gerettet und zurückgebracht. Sie haben es nicht aufgegeben und versuchten es erneut nach Griechenland. Da kam es dazu, dass die griechische Küstenwache die Flüchtlinge abfing und den Motor des Bootes zerstörten. Anschließend schickten sie sie zurück aufs offene Meer und sie waren ganz alleine auf sich gestellt. Sie hatten nichts, um sich zu versorgen und das Boot war voller Menschen. Sie sehnten sich nach Hilfe und die türkische Küstenwache kam erneut und brachte sie aufs Festland.


Bild: Instagram-Kanal @liceo_attilio_bertolucci

Schließlich, beim dritten Mal schafften sie es und waren voller Euphorie. Sie dachten, dass sie von nun an ein besseres Leben führen würden und vor allem ein glücklicheres.

Im Flüchtlingslager Moria angekommen, hatte die Freude ein Ende und es kam anders als erwartet. Das Lager war verdreckt und heruntergekommen. Vor allem entsprach das Lager nicht dem Lebensstandard eines Menschen, weil sie kaum Wasser, Strom, Medizin oder Essen zur Verfügung hatten. Zudem waren die Lager völlig ausgelastet. Das Lager war nämlich für nur 3.000 Menschen gedacht, aber dort lebten 18.000-19.000 Menschen.


Nun kam es aber dazu, dass das Flüchtlingslager in Brand gesetzt wurde und ein totales Chaos herrschte. Wieder mussten die Leute flüchten. Zum Teil hatten manche in diesem Lager 3 bis 4 Jahre gelebt und hatten alles verloren, obwohl sie ein besseres Leben führen wollten.

Hinzu kommt noch das Problem, dass bei dem Versuch zu fliehen die Armee die Straße blockiert hat und sie nicht hindurch konnten. Also wurden sie gezwungen, dort zu bleiben.

Die Polizei setzte Gewalt ein und schoss Tränengas auf die Menschen, auf Kinder und Erwachsene. Seitens der Polizei wurde keine Rücksicht auf die Menschen genommen. Dies hatte zur Folge, dass die Leute protestieren und sich dagegenstellen. Ihr Ziel ist es, respektiert zu werden und wie Menschen behandelt zu werden.


Nach aktuellem Stand werden Flüchtlinge aufs Festland verlegt. Es sind auch andere Länder wie Frankreich und Deutschland bereit Flüchtlinge aufzunehmen.


Wir persönlich finden es völlig schrecklich, das sowas in der heutigen Zeit passiert, weil man als Mensch, menschlich behandelt werden will. Wir sind auch der Meinung, dass Menschen, die das Bedürfnis haben ein besseres Leben zu führen, nicht so behandelt werden sollten, weil man nicht vergessen darf, welches Leben und unter welchen Bedingungen sie das Leben damals führten.


Quellen:

https://www.horizont.net/medien/nachrichten/15-minuten-freie-sendezeit-bei-pro-sieben-joko-und-klaas-lassen-milad-aus-dem-fluechtlingscamp-in-moria-berichten-185795


https://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-lesbos-fluechtlinge-101.html

Geschrieben von Fizz & Mixo

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