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Die Tiefen der Ozeane

Der Abgrund unserer Ozeane: extreme Kälte, Dunkelheit und hoher Druck! Die Meere auf unserem Planeten bedecken ganze 71% unserer Erdoberfläche, doch davon haben wir bis jetzt nur 5% erforscht. Das heißt, die Meere sind unerforschter als der Mond. Woran liegt das eigentlich?


Eine richtige Definition von Tiefsee gibt es nicht. Allerdings spricht man grundsätzlich ab 200 Metern Tiefe von Tiefsee. Der tiefste Punkt der Erde ist der Marianengraben. Der liegt 11.000 Meter unter dem Meeresspiegel. Zum Vergleich, der Main ist in Frankfurt 2,5 Meter tief. Wenn es da so viel zu entdecken gibt, warum wissen wir dann so wenig darüber?


Zum einen hat man damals im 19. Jh. nur das Mittelmeer untersucht und ab einer Tiefe von 600 Metern kein Leben gefunden. Edward Forbes hieß der Mann, der die Forschung durch seine falsche Annahme bremste. Im Mittelmeer ist die Unterwasserbevölkerung spröde. Zum Glück untersuchte man später auch andere Meere und entdeckte Leben unterhalb der 600 Meter-Grenze wie z.B der Koboldhai, der Angelfisch, der Kragenhai und der Vampirtintenfisch.


Das andere Problem ist, dass die Ausrüstung sehr kostspielig ist. Die Geräte müssen einem sehr hohen Druck standhalten. Denn je tiefer man abtaucht, desto höher ist der Druck unter Wasser. Unter zu hohem Druck würde das U-Boot implodieren. Der Rekord des am tiefsten getauchten U-Boot liegt bei 10.898 Metern. Diese Tiefe wurde 2012 vom Kanadier James Cameron mit seinem „Deepsea Challenger“ erreicht. Weitere Probleme wären außerdem die riesige Fläche des Meeres. Bis man alles abgesucht hat, würde es Ewigkeiten dauern.


Die Tiefseebewohner sehen sehr speziell aus. Das ist nur verständlich, denn sie haben sich an extreme Kälte, hohen Druck und kilometerweite Dunkelheit angepasst. Zum Beispiel haben viele Tiefseefische eine leuchtende Laterne am Kopf, um etwas in der Dunkelheit sehen zu können. Andere wie der Blobfisch haben eine Haut, die aus einer glibberigen Masse besteht, um dem hohen Druck unter Wasser standzuhalten. Übrigens wurde der Blobfisch zum hässlichsten Tier auf der Welt gewählt.

Die Tiefsee ist kaum erforscht. Das beweist uns die Tatsache, dass in letzter Zeit neue Entdeckungen wie z.B eine 120 m große Qualle, gemacht wurden. Ab und zu werden auch seltsame Kreaturen oder Skelette sowie Gegenstände an Land gespült. Einige vermuten sogar, dass der Megalodon, ein 15 m großer Hai, noch in den Tiefen der Ozeane lebt. Auch wird öfter Plastikmüll gefunden, der bereits vor Jahrzehnten im Meer entsorgt worden ist – das sollte uns zu denken geben.


Quellen:

https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/darum-wissen-wir-von-der-tiefsee-weniger-als-vom-mond/#:~:text=Falsche%20Annahmen%20bremsen%20die%20Forschung&text=Jahrhundert%20sind%20Forscher%20noch%20davon,n%C3%A4mlich%20keine%20Tiere%20mehr%20nachweisen.

https://www.planet-wissen.de/natur/meer/tiefsee/

https://www.planet-wissen.de/natur/meer/tiefsee/pwiedieerforschungdertiefe100.html


Geschrieben von Z&M

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