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Die lei(h)dige Problematik um LKW-Fahrer in der Pandemie


Seit über einem Jahr sind die meisten Geschäfte nicht mehr so zugänglich wie es vor der Pandemie war. Viele Menschen und Geschäfte mussten gewisse Abstriche in der alltäglichen Lebensqualität auf sich nehmen. Andere wiederum nutzen diese Notsituationen bestimmter Personen aus. Durch die geschlossenen Geschäfte explodierte förmlich das Online Shopping. Firmen wie zum Beispiel Amazon spielt die Pandemie profitabel in den Karten.


Durch die große Nachfrage online müssen viele Transporte geordert werden. In den meisten Fällen fahren Lkw-Fahrer aus Osteuropa (Tschechien, Polen, Ungarn …) die Güter in Deutschland. Sie sind auch meistens bei Speditionen, die nicht hier ansässig sind, angestellt. Die Lkw-Fahrer müssen meist mehrere Tage im Lkw verweilen und mit täglichen Verschiebungen der Güterabgabe rechnen. Das alles, um dann den Mindestlohn von 60 Euro am Tag (ohne Spesen, das heißt, Essen und Übernachtungen müssen sie selber bezahlen) zu verdienen.

Einige Fahrer geben an, dass sie von ihren Arbeitgebern im häufig osteuropäischen Ausland indirekt gezwungen werden, in den jeweiligen Unternehmen zu arbeiten. Arbeitgeber können zum Beispiel Druck ausüben, indem die Arbeitserlaubnis ihrer Arbeitnehmer in Deutschland verfallen könnte und sie wieder in ihrem Herkunftsland arbeiten müssten. So arbeiten LKW-Fahrer hier in Deutschland teilweise unter schwierigen Arbeitsbedingungen und können sich aber nur begrenzt zur Wehr setzen, da das Druckmittel "Arbeitserlaubnis" gegen sie eingesetzt werden kann.


Die großen Konzerne geben an, dass sie für faire Löhne und Arbeitsbedingungen sorgen. Mit diesen Angaben können die meisten Leiharbeiter nichts anfangen, da sie an die Verträge mit ihren jeweiligen Arbeitgebern, bzw. Arbeitsagenturen im Ausland gebunden sind und diese sich nicht an der Gesetzeslage hierzulande orientieren. Die Rechtslage bei Lkw-Fahrern ist deswegen kompliziert. Das Problem ist, dass die ausländischen Lkw-Fahrer in Deutschland Güter transportieren, aber eben teilweise nicht vom Arbeitsgesetz (In Deutschland gibt es momentan den Mindestlohn von 9.50 Euro/ Stunde) geschützt werden. Die Agenturen im Ausland leihen Arbeiter an große Firmen wie Amazon aus. Diese großen Unternehmen lassen dann die Fahrer in Deutschland fahren. Die Agenturen zahlen den Fahrern zwar mehr für die Transporte innerhalb Deutschlands als für Transporte im Herkunftsland, aber nicht so viel wie den deutschen Mindestlohn - und das ist das Problem. Die Löhne werden aufgrund des Systems überall gedrückt, die Fahrer verdienen zu wenig und leiden teils unter den Arbeitsbedingungen.


Abschließend


Die Preise werden immer weiter runtergedrückt ohne das die Fahrer etwas dagegen tun können. Die Rechtslage muss eindeutig deutlicher gestaltet werden, um eine faire Behandlung der Arbeiter zu gewährleisten. Die Arbeitgeber sollten dafür sorgen, dass die Fahrer angemessene Arbeitszeiten bekommen. Unter anderem sollten auch genügend Toiletten und Duschen etc. angeboten werden. Leider hat die aktuelle Corona-Lage diese Problematik nochmals verstärkt.


Quellen:


Einkaufen Online-Shopping Verkauf - Kostenlose Vektorgrafik auf Pixabay


Lkw Autobahn Verkehr - Kostenloses Foto auf Pixabay


Produktion Anlage Logistik - Kostenloses Foto auf Pixabay


von Tahar-Ali

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