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Die Gesellschaft auf den Kopf gestellt

Autorin: H.G

Wer kennt sie nicht, die ständige Angst etwas zu vermasseln, enttäuschend zu wirken, Peinlichkeiten zu erleben oder allgemein Fehler zu begehen. Was macht uns wirklich so starke Sorgen? Ist es die Tat, welche uns erschüttert oder eher das Denken anderer Menschen? Der Begriff Angst, findet normalerweise Verwendung, wenn etwas für uns bedrohlich erscheint

oder uns ein beklemmendes, banges Gefühl umgibt. Falls uns also etwas Peinliches geschieht, befinden wir uns dann in Gefahr. Wenn wir jemanden enttäuschen oder Fehler begehen, ist das etwa bedrohlich? Versteht mich nicht falsch, jeder Mensch macht Fehler, im Grunde genommen ist der Mensch praktisch dazu veranlagt Fehler zu begehen, aber wieso muss dies auch Folgen für unser Selbstbewusstsein haben, für unser Selbstwertgefühl.


Jeder Mensch will gemocht werden, jeder will akzeptiert und respektiert werden und stellt dabei manchmal seine eigene Identität in Frage. Man versucht sein eigenes Bild, sein Wesen anhand von Meinungen oder gesellschaftlichen Normen anzupassen. Aus Angst man sei in den Augen anderer Menschen nicht genug, man könne erst gemocht werden, wenn man sich so verhält, wie die anderen es von einem erwarten. Deine Rolle bei dem Ganzen ist uninteressant, du bist entweder der Streber, der Clown, die/der Gemeine oder der Außenseiter, unabhängig davon welche Rolle du spielst, du brauchst etwas womit du dich definieren kannst, ansonsten gehst du wohl oder übel in der Menge unter. Hebst du dich ab oder bist verständlicherweise nicht in der Lage dich anzupassen, umgibt dich ein Gefühl von Enttäuschung. Du fragst dich was du falsch getan hast, welche Fehler oder Makel an dir dafür sorgten, dass du nicht so sein kannst wie die anderen. Man tendiert dazu bei begangenen Fehlern, das Problem bei sich selbst zu suchen, man handelt subjektiv und nimmt jeden und alles persönlich. Man ist gefangen.


Vielen Menschen fällt es auch schwer sich zu verteidigen und sich vieles nicht Nachvollziehbares zu ergehen und statt sich zu verteidigen, häufig in sich hinein versinken und ihre Gefühle entweder in sich hineinfressen oder Vieles im Nachhinein zu überdenken. Man wendet jegliche Konfrontation ab und will in keine Situation hineingeraten, welche lautes Gebrüll oder Rumgezanke bedeutet. Es ist keine dumme Entscheidung sich aus solchen Konfrontationen bewusst rauszuhalten, allerdings sollte dies aus dem Gefühl entspringen, besser als solche Zankereien zu sein und nicht aus Angst und dem Gefühl zu versagen.

Aus selbigem Grund neigen wir dazu auch vieles zu überdenken bzw. zu hinterfragen und Dinge schließlich übermäßigem zu analysieren, das kann auch unter anderem zum dysfunktionalen Perfektionismus führen. Wir missfallen uns selber, hinterfragen unsere Fähigkeiten, es fehlt uns an Selbstvertrauen.


Fasst man den Artikel zusammen, stellt man schnell fest, dass die Gesellschaft in der wir heutzutage leben, doch ziemlich oberflächlich handelt als auch denkt, dass man um gesehen zu werden, jemand sein muss, der man nicht ist, sich hintergehen muss und sich schließlich fragen muss, wer man eigentlich ist. Wohlgefühl, Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, alles Voraussetzungen für eine gesunde und starke Beziehung zu sich selber. Nun, das ist ein Aufruf an alle, welche sich nach diesen Eigenschaften sehnen. In meinem nächsten Blog wird es nämlich darum gehen, wie man sich diese Dinge aneignen kann.

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