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Die 6a sammelt im Museum

Ein Museum sammelt etwas, um es zu bewahren: für die Menschen, die es sich ansehen wollen, heute, morgen oder in ferner Zukunft. So sind Museen also sehr wichtig, denn sie heben Dinge auf für die Zukunft. Es gibt Geschichtsmuseen, naturkundliche Museen, Technikmuseen oder Kunstmuseen. Das Museum Für Moderne Kunst in Frankfurt sammelt zeitgenössische Kunst. Das heißt, dass die Kunstwerke, die das Museum sammelt, nicht älter als 70 Jahre sind. Die meisten Künstler, deren Kunstwerke man im MMK sehen kann, leben noch.

Eine aktuelle Ausstellung des Museums heißt „Sammlung“. Was dort zu sehen ist, was das Museum sammelt, was die ausgestellten Künstler sammeln, das erforscht gerade die Klasse 6a. Dafür treffen wir uns regelmäßig mit zwei Frauen aus dem Museum. Dabei sammeln wir vor allem Eindrücke und Gedanken.


Vor dem ersten Treffen haben sich die Schüler*innen ein Heft gebastelt. Jede Seite besteht aus einem anderen Papier, es gibt Zeitungspapier, Notenlinien, Goldpapier oder Transparentpapier. Das Heft begleitet die Kinder durch die gesamte Kooperation. Hier wird geschrieben und gezeichnet, Fotos werden eingeklebt und Zettel mit Arbeitsaufträgen in dem großen Briefumschlag aufbewahrt. Also: alles wird in dem Heft gesammelt.


Weil das Museum leider seit Anfang November wegen der Corona-Pandemie geschlossen ist, haben Michelle und Isabel einfach die 6a besucht. Wenn wir nicht ins Museum können, dann kommt das Museum eben in die Schule. Isabel und Michelle hatten viele Aufgaben dabei, die an Stationen bearbeitet wurden: mit der Sofortbildkamera haben sich die Schüler*innen fotografiert, die Fotografie in Streifen geschnitten und dann neu zusammengesetzt.

An einer anderen Station haben sich Partner einen Begrüßungs-Check ausgedacht und diesen gefilmt.

Alle Stationen hatten irgendetwas mit Kunstwerken in der Ausstellung zu tun. Aber was, das wurde erst klar, als wir endlich ins Museum durften. Exklusiv für die 6a öffnete das Museum Für Moderne Kunst ihre Türen!


Alle Wände der Ausstellung sind dunkelblau gestrichen, es ist recht laut, obwohl man doch in einem Museum leise sein soll, nicht rennen und nichts anfassen darf! Aber verschiedene Videos und andere Kunstwerke sind zu hören. Zu sehen ist auch noch allerhand, nichts ist abgesperrt oder steht in einer Glasvitrine.

Wir erkundeten zuallererst ohne zu reden die Ausstellung, sahen bunt angezogene Schaufensterpuppen, große Portraitbilder, einen Haufen Fahrräder, eine Frau die sich mit der Luft abklatscht, einen Stapel zertrümmerter Glasscheiben und noch vieles mehr.

Wir führten ein Interview mit den Puppen, notierten unsere Gefühle, und sammelten Emojis zu dem Begrüßungsritual. Es gab so viel zu sehen, hauptsächlich wohl sammelten wir Fragen und Antworten.

Eine Hausaufgaben gab es sogar auch: jedes Kind hat einen Zettel gezogen, auf dem eine Frage stand. Diese Frage soll das Kind vor laufender Kamera beantworten. Was es wohl damit auf sich hat? Das erfährt die Klasse 6a hoffentlich beim nächsten Besuch im MMK!


Text und Fotos: Rebecca Riegel

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