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Der Sturm auf das Kapitol in Washington

Am Mittwoch, den 6.Januar 2021 wurde das Kapitol in Washington – der Sitz des Kongresses der Vereinigten Staaten und eins der wichtigsten Regierungsgebäude der USA – von Trump-Anhänger gestürmt, während die Kongressabgeordneten Joe Biden als neu gewählten Präsident bestätigen sollten. Die Randalierer zerstörten Fenster, machten Selfies im Senat, bedrohten Journalistinnen und Journalisten und brachen in Abgeordnetenbüros ein. Hunderte Unterstützter des abgewählten Präsidenten Donald Trump kamen mit Pullovern, auf denen rechtsextreme Symbole oder Ku-Klux-Klan-Symbole zu sehen waren und trugen die Konföderiertenflagge, die ebenfalls ein rassistisches Symbol sind.


Der Anlass für die Trump-Anhänger, das Kapitol zu stürmen, war, dass Donald Trump falsche Informationen auf verschiedenen sozialen Medien verbreitet hatte, in denen er behauptete, dass die Auswahlstimmen ungerecht und falsch gezählt worden wären. Er sagte, dass Joe Biden betrogen hätte und er, Trump, der rechtmäßige Präsident bleiben sollte.


Die Folge: die Bilder, die wir letzten Woche dann sehen mussten:



Die Bilder stammen von den Instagram-Kanälen @nytimes und @time.


Als Folge für die Verbreitung von falschen Informationen und Anfeuerung zum Sturm, wurden die Accounts von Trump auf Facebook und vor allem Twitter gesperrt, mittlerweile auch sein Youtube-Kanal. Nach dem Sturm fordern nun viele Menschen und besonders die demokratische Partei der USA, dass Trump schon früher aus dem Amt entfernt wird, jedoch müssen dafür auch Leute aus Trumps einiger Partei gegen ihn stimmen.


Große Kritik erhielten auch die Polizisten, die während der Black Lives Matter-Demonstrationen sehr gewalttätig handelten. Ebenso wurden auf den Protesten damals viele Personen verhaftet und mehrere Menschen wurden teils durch Polizeigewalt schwer verletzt, Bei dem illegalen Sturm auf das Kapitol waren sie allerdings nicht stark genug besetzt, um das Gebäude zu schützen, die Randalierer blieben größtenteils unverletzt und wurden später nach Hause geschickt, wobei sie auch weitestgehend unversehrt blieben. Ein großes Problem des Sturms auf das Kapitol war die Abwesenheit der Nationalgarde. Diese wurde erst viel zu spät vom Vizepräsidenten Michael Pence zur Unterstützung der Kapitolpolizei auf den Plan gerufen. Donald Trump hatte bereits Stunden am TV das Treiben beobachtet und aktivierte die Nationalgarde nicht. Dieses Vorgehen wurde auch selbst von Joe Biden und Kamala Harris kritisiert. Allerdings werden jetzt viele Teilnehmer des Sturms polizeilich gesucht und strafrechtlich verfolgt, wie z.B. der „Mann mit Hörnern“.


Die Situation in USA ist angespannt. Damit es bei der Amtseinführung von Joe Biden am 20. Januar nicht wieder zur Ausschreitungen kommt, wurde die Nationalgarde bereits jetzt aktiviert, da sie schon vor der Einführung gebraucht werden könnte. Sie sollen jedoch möglichst lange vermeiden, zur Waffe zu greifen, um Gewalt zu verhindern.


Quellen: Nach Ausschreitungen in Washington: Nationalgarde soll Amtseinführung von Joe Biden sichern | Politik (fr.de)


Nach Sturm aufs Kapitol: BLM-Aktivist*innen kritisieren Polizeieinsatz | Zündfunk | Bayern 2 | Radio | BR.de


Wie es zum Sturm auf das Kapitol kommen konnte - Politik - SZ.de (sueddeutsche.de)


Geschrieben von Julia und Nicole

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