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Das Treffen vor einem Trauerspiel


Die Tränen in meinen Augen brannten und als es dazu noch anfing zu regnen (erst nieselte es und dann auf einmal ganz stark), fühlte ich mich wie in einem Film, nur war ich der Antagonist (der Gegenspieler von dem Protagonisten, also der Böse). Die Travajistreet war menschenleer, doch das sollte nicht mehr so bleiben, es würde bald Tag werden und die Travajistreet wäre voll, nicht nur weil diese Straße zur Stadt führte, nein, diese Straße führte auch zu den ganzen Banken, die gegenüber der Stadt lagen. Ich schaute auf den Boden, da sich mein Schnürsenkel geöffnet hatten, musste ich mich kurz hinknien. Als ich wieder aufstand, wurde ich zurückgestoßen und fiel auf den Boden, wobei sich meine Hose sofort mit Regenwasser vollsog. Ich schaute auf und sah ein Mädchen mich sehr intensiv anstarren. Marrylin Macdonzi war eine zwanzigjährige Studentin, die nach einer ausgelassenen Feier auf den Weg nachhause war. In ihren Gedanken kreisten gerade die Fragen, wer dieser Junge mit den braunblonden Haaren, die geschickt nach oben gegelt wurden, wohl sein könnte. Seine braunen Haare überdeckten seine Augen.


Genau das dachte er auch, wer ist dieses Mädchen mit den blonden Haaren, die in den Längen immer dunkler wurden. Die Sommersprossen betonten ihre blauen Augen und auf ihren Lippen war leicht aufgetragener Lippenstift. Sie sagte mit einer lauten Stimme: „Wer bist du?“

Ich fragte mich, warum sie so laut redete und als ich grade ansetzen wollte, etwas zu sagen, meinte sie: „Du kannst mich ja auf einen Kaffe einladen.“ Das Einzige, was offen war, war ein McDonalds, in dem ein McCafé war. Die Mitarbeiter sahen gestresst aus und müde. Sie brauchten recht lange, um unseren Kaffee zu bringen.


Wir redeten viel, länger, die halbe Nacht.

Und während wir da saßen, verliebte ich mich in ihre Augen.




PS Das hier ist der Anfang einer mehrteiligen Geschichte, geschrieben von mir, Leroy. Ich hoffe, sie gefällt euch.


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