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Unsere Projektprüfung über Rassismus

Aktualisiert: Okt 1

Was ist Rassismus?

Rassismus ist, wenn Menschen zum Beispiel wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion benachteiligt oder schlecht behandelt werden.


Foto von Ivan Samkov von Pexels

Geschichte

Der Ursprung von Rassismus geht auf die Kolonialisierung Afrikas und Südamerikas zurück. Da Schwarze Menschen in der damaligen Zeit versklavt oder auch verkauft wurden, entwickelte sich ein rassistisches Menschenbild. Noch im 20.

Jahrhundert mussten PoC (People of Color) im Bus aufstehen, wenn Weiße in den Bus kamen und sich auf ihre Sitzplätze setzen wollten.

Schwarze durften nicht auf die gleichen Schulen gehen wie weiße Kinder, nicht die gleichen Toiletten, Trinkbrunnen oder Restaurants benutzen wie Weiße.

Martin Luther King setzte sich engagiert gegen Rassismus ein und machte sich dagegen stark. Durch seine Rede ,,I have a Dream“ hat er viele Menschen von sich und seiner Idee des gewaltlosen Widerstands überzeugt. 1964 wurde in den USA der ,,Civil Rights Act“ eingesetzt, welcher besagt, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind.

2008 hat es der erste schwarze Politiker geschafft, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden – sein Name: Barack Obama.

Fotos von links nach rechts: Segregation in den USA, Martin Luther King, Barack Obama; alle Bilder von Unsplash


Hier könnt ihr die berühmte Rede von Martin Luther King sehen:

Kunstaktion ,,Die Faust“

An unserer Schule haben Schüler als Projektprüfung das Symbol der „Faust“ auf ein Holzbrett gezeichnet.

Die ,,Faust“ bedeutet Kraft, Stärke und Widerstand. Es gibt verschiedene Varianten der Faust wie zum Beispiel die Woman Power Faust, die den Kampf für Frauenrechte symbolisiert. Vor 50 Jahren ging das Bild der Athleten Tommie Smith und John Carlos um die Welt, da sie mit erhobener Faust stillstanden. Bei der Siegerehrung 1968 in Mexiko-Stadt sorgten die beiden US-Amerikaner mit ihrem stillen Protest für einen der größten Skandale der Olympia-Geschichte.

Das Symbol ist derzeit sehr bekannt, da im März 2020 ein schwarzer Mann unschuldig durch einen weißen Polizisten starb. Es gibt weitere Fälle mit ähnlichem Hintergrund und anderen Namen: Breonna Taylor, Ahmad Arbery, Malice Green, Eric Garner und Michael Brown. Seit 1964 sind anscheinend die Menschen nur auf dem Papier gleich, da Rassismus noch immer sichtbar existent ist und Menschen weiterhin grundlos sterben.

Alle Bilder von unsplash.com


Die immer noch existierende Ungerechtigkeit ist auch ein Grund dafür, dass die Schüler die „Faust“ malen wollten.


Bilder: Musa/ Serkan; Instagram-Kanal @gbs_ffm_486

Wir haben ihnen zwei Fragen gestellt:


Ich: Warum habt ihr das Symbol ausgewählt?

Isey: Weil es ein starkes Zeichen gegen Rassismus ist.

Ich: Was symbolisiert die Faust?

Isey: Die Faust symbolisiert Bewegung und ist ein Zeichen von Stärke oder Widerstand.

Interviews

Wir haben ebenfalls einigen Schüler*innen aus dem 9. Jahrgang ein paar Fragen zu dem Thema Rassismus gestellt.


1.Interview

Ich: Was hältst du von Rassismus?

Anonym: Schlecht, Hass und diskriminierend. Es ist nicht gut und unmenschlich. Man entwickelt Rassismus im Laufe des Lebens. Anmerkung: Sie meint damit, dass man nicht als Rassist*in geboren wird, sondern im Laufe des Lebens Menschen durch Erfahrungen oder den Einfluss anderer ein rassistisches Menschenbild Rassismus entwickeln.

Ich: Hast du schon mal Rassismus erlebt?

Anonym: Ja, als ich mit meiner Schwester im Flugzeug war, haben Leute uns komische Blicke zugeworfen, weil meine Schwester ein Kopftuch trägt.

Ich: Welche Symbole fallen dir ein zu Rassismus?

Anonym: Ich kenne die Faust, Black Lives Matter und das Hand an Hand -Zeichen.

Ich: Wie würdest du vorgehen, um Rassismus zu stoppen?

Anonym: Ich würde auf Demonstrationen gehen, bei Problemen einschreiten und Beiträge über Social Media teilen.

Ich: Findest du, dass die Parteien gegen Rassismus etwas unternehmen?

Anonym: Ich finde die meisten schlecht, weil dagegen nicht viel getan wird.

Die AFD, CDU und die SPD.

Ich: Findest du, dass Menschen wegen ihrer Hautfarbe getrennt werden sollen?

Anonym: Nein, auf gar keinen Fall, weil wir alle gleich sind und weil jeder so erschaffen wurde, wie er ist. Jeder soll leben, wie er will.


2.Interview

Ich: Was hältst du von Rassismus?

Jamal: Ich finde es nicht gut, weil man Menschen nicht in verschiedene Schubladen stecken sollte wegen ihrer Hautfarbe, Religion oder Herkunft.

Ich: Hast du schon mal Rassismus erlebt?

Jamal: Ja, als ich im Bus war ist jemand ohne Fahrkarte gefahren und daraufhin hat eine ältere Frau gesagt ,,Geh zurück in dein Land“!

Ich: Welche Symbole fallen dir ein zu Rassismus?

Jamal: Ich kenne die Faust als Symbol.

Ich: Wie würdest du vorgehen, um Rassismus zu stoppen?

Jamal: Ich würde Gruppen bilden, Plakate gestalten und im Internet Beiträge teilen.

Ich: Findest du, dass die Parteien gegen Rassismus etwas unternehmen?

Jamal: Ich finde die AFD nicht gut, da sie die Ausländer raus aus Deutschland haben wollen. Und über die anderen Parteien kann ich nicht viel sagen, weil ich sie nicht gut kenne.

Ich: Findest du, dass Menschen wegen ihrer Hautfarbe getrennt werden sollen?

Jamal: Nein, es ist nicht gut, weil jeder gleichbehandelt werden sollte. Sowas ist unnötig und einfach nur dumm.

Gedichte


1

Black Lives Matter ist nicht egal.

Denn ein schwarzer Mann starb illegal.

Und ein weißer Polizist hatte die Wahl.

Dafür erlitt die Familie große Qual.

Ich habe einen Traum!

Doch bringt er es weit?

Wir alle leben doch zur selben Zeit.

Aber sind erstarrt wie ein Jahrtausend alter Baum.

Schwarze sind nichts wert?

Doch wer hat es der Welt gelehrt?

Alles dummes Reden und verkehrt!

Liebe und Respekt, aber vermehrt.

Egal ob schwarz oder weiß.

Wir sind alle gleich.

Scheiß auf arm oder reich.

Denn wir schwimmen alle im selben Teich.

Serkan 9c

2

Wir sollten es ganz laut rufen,

denn keiner sollte mehr einem dunkelhäutigen Menschen zu Schaden versuchen.

Jeder sollte es sich einprägen - Black Lives Matter und das ist jetzt auch klar.

Wir ändern was in der Zeit, denn Rassismus gehört jetzt in die Vergangenheit.

Jeder darf leben wie er will, denn Leben und leben lassen ist das neue Ziel.

Jeder hat eine Chance verdient,

ab jetzt sorgt die Polizei nur für Sicherheit und Gerechtigkeit,

nach Georg Floyd soll jeder Dunkelhäutige vor der Polizei sicher sein.

Martin Luther King sagte es ganz laut: „I have a dream“ - And I have a dream too.

Ganz egal ob black oder white - everyone should be fine.

Hass sollte es nicht mehr geben, denn die Liebe sollte siegen.

Gizem 9d


Von: Musa und Serkan

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